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Kafka-Nachlass soll

nach Israel zurückkehren



Ein Nachlass mit Briefen von Franz Kafka soll an die israelische Nationalbibliothek in Jerusalem gehen. Nach jahrelangem Rechtsstreit entschied ein Gericht in Tel Aviv über den Besitz des Nachlasses von Max Brod. Es wies die Forderung zweier Schwestern zurück, sie seien rechtmäßige Erbinnen der Manuskripte. Damit entschied die Richterin auch gegen Ansprüche des Deutschen Literaturarchivs Marbach, das Interesse an dem Nachlass signalisiert hatte. „Brod hat schon in seinem Testament aus dem Jahre 1948 den Willen geäußert, dass sein literarischer Nachlass und der Nachlass seines Bruders Otto an eine öffentliche jüdische Bibliothek oder ein Archiv in Palästina weitergegeben werden“, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Schwestern, Erben von Brods ehemaliger Sekretärin, müssen nun die Manuskripte aushändigen, die in Banksafes in Tel Aviv und Zürich aufbewahrt werden. dpa

Buchmesse endet

mit leichtem Besucherplus

Mit einem erwarteten Plus von drei Prozent bei der Besucherzahl an den beiden Publikumstagen ist am Sonntag die 64. Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen. An den zuvor drei Fachbesuchern vorbehaltenen Tagen registrierte die Messe 1,6 Prozent weniger Gäste. Im vergangenen Jahr kamen rund 283 000 Besucher zum weltweit größten Treff der Buchbranche.„Trotz der wirtschaftlichen Krise in Südeuropa waren alle wichtigen Vertreter des internationalen und europäischen Publishing hier“, bilanzierte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. dpa

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