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Holocaust-Forscher

Henry Friedlander gestorben



Der Holocaust-Forscher Henry Friedlander ist im Alter von 82 Jahren gestorben. 1930 als Heinz Friedländer in Berlin geboren, wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten unter anderem in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, überlebte aber gemeinsam mit seinem Vater. 1947 wanderte Friedländer in die USA aus und studierte Geschichtswissenschaften. Danach widmete er sich als Professor der Judaistik an der New Yorker City University der Erforschung des Holocaust. In seinem zum Standardwerk gewordenen Buch „Der Weg zum NS-Genozid. Von der Euthanasie zur Endlösung“ untersuchte Friedlander erstmals den Zusammenhang zwischen der nationalsozialistischen Euthanasie und dem Holocaust. Zwischen 2001 und 2007 war er Vorsitzender einer Expertenkommission für die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachsen. dpa

Prozess gegen den

Pianisten Fazil Say vertagt

Ein Gericht in Istanbul hat am Donnerstag den Strafprozess gegen den Pianisten Fazil Say wegen Islam-Beleidigung eröffnet und sofort auf den 18. Februar vertagt. Die Anklage fordert 18 Monate Haft für Say, weil er mit Twitter-Kommentaren die religiösen Gefühle von Muslimen beleidigt haben soll. Der 42-Jährige wies alle Anschuldigungen zurück. Die für den Prozess nach Istanbul gereiste Politikerin Sevim Dagdelen (Linkspartei) nannte das Verfahren „absurd und schlimm“. Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete kritisierten den Prozess in einem von Dagdelen initiierten Brief an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der in zwei Wochen in Berlin erwartet wird. güs

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