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Das Beethovenfest Bonn

ist Kulturmarke des Jahres 2012



Das Beethovenfest ist Kulturmarke des Jahres 2012. Die Auszeichnung wird am Donnerstagabend im Rahmen der Kulturmarken-Gala im Tipi am Kanzleramt verliehen. Sie ist Höhepunkt des Kultur-Invest-Kongresses in Berlin. An zwei Tagen widmet er sich im Verlagsgebäude des Tagesspiegels Fragen von Marketing, Sponsoring und Investition in Kultur. Die Jury sieht das Beethovenfest auf besten Weg, 2020 zu den zehn führenden Klassikfestivals in Europa zu gehören. Um die zum siebten Mal verliehenen Kulturmarken-Awards bewarben sich 104 Kulturinstitutionen, Städte, Unternehmen und Einzelpersonen. Zu den Preisträgern gehören auch das BMW Guggenheim Lab (Trendmarke des Jahres) und die Europastadt Görlitz/Zgorzelec (Stadtmarke des Jahres). Die Otto Group wurde für ihr Projekt „The Young ClassX“ als Kulturinvestor des Jahres ausgezeichnet. Der Titel „Fördervereins der Jahres“ geht an die Unterstützer des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Zum Kulturmanager des Jahres wurde Klaus Stieringer gekürt, der das Stadtmarketing von Bamberg verantwortet. Für sein Lebenswerk ehrte die 24-köpfige Expertenjury aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien Volker Ludwig, den Gründer des Grips-Theaters.Tsp

Poulenc-Erben klagen gegen Münchner Operninszenierung

Die Erben des französischen Komponisten Francis Poulenc (1899–1963) wollen die Wiederaufnahme der Oper „Dialogues des Carmélites“ an der Bayerischen Staatsoper gerichtlich untersagen lassen. Sie seien der Auffassung, dass die Schlussszene in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov das Werk entstelle, so das Nationaltheater in München. An der Klage, die vor einem französischen Gericht anhängig ist, sind auch die Nachkommen des Librettisten Georges Bernanos beteiligt. Tcherniakov hatte die Oper 2010 für die Staatsoper als religiöses Psychodrama neu inszeniert. dpa

Weimar: Hessel-Ehrenbürgerwürde
wegen Satzung abgelehnt

Die Stadt Weimar weist die Vorwürfe zurück, eine Ehrenbürgerschaft für den Schriftsteller und KZ-Überlebenden Stéphane Hessel abgelehnt zu haben. Zwar hatte sich der Vergabeausschuss gegen eine solche Ehrenbürgerschaft entschieden (Tsp. vom 20.10.), aber der Grund sei keineswegs mangelnder Respekt vor der Biografie und den Verdiensten Hessels, der Häftling in Buchenwald war, wie Ralf Finke, Pressesprecher der Stadt, dem Tagesspiegel erläuterte. Vielmehr schreibt die Satzung vor, dass Ehrenbürger nur werden könne, wer „verdienstvolle Leistungen für die Stadt Weimar und das Wohl ihrer Bürger vollbracht“ hat. Das Engagement, heißt es, „muss über das eines normalen verantwortungsbewussten Bürgers hinausgehen“. Die beiden letzternannten Ehrenbürger sind ehemalige Buchenwald-Häftlinge. 2011 wurde dem Widerstandskämpfer Ottomar Rothmann die Ehrenbürgerwürde verliehen, er leitete viele Jahre die pädagogische Abteilung der Gedenkstätte Buchenwald. 2009 war Bertrand Herz geehrt worden, der Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora. Tsp

Berichtigung

Michael Gielen dirigierte zwar im Konzerthaus, dort aber entgegen unserer Kurzkritik in der Ausgabe von Donnerstag nicht das Konzerthausorchester, sondern die Staatskapelle Berlin. Wir bitten um Entschuldigung. Tsp

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