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Suhrkamp-Streit: Handke attackiert Barlach als „abgrundböse“



Im Suhrkamp-Streit wird der Ton schärfer. Der langjährige Suhrkamp-Autor Peter Handke attackiert in der „Zeit“ den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach als „Unhold“. „Aber da, da ist, nein handelt ein von Grund auf Böser, ein Abgrundböser. Ein Unhold. Und der steht auf dem Boden des Rechts? Er wühlt darin, lässt darin wühlen die Horde der schwerbezahlten Mit-Unholde. Nicht recht so“, so der Autor in einem Gastbeitrag. Er wirft Barlach vor, im Verlag nach der alleinigen Macht zu streben. Handke kritisiert auch, über die bisherig Suhrkamp-Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkéwicz werde in den Medien ein „böses Märchen“ konstruiert. Die Öffentlichkeit müsse denken: „Reiner Horror, diese Frau!“ Unseld-Berkéwicz hält über eine Familienstiftung 61 Prozent des Verlags, Barlach besitzt über eine Medienholding die restlichen Anteile. Er strebt in mehreren Verfahren die Ablösung der Verlegerin an. dpa

Bund fördert Sasha Waltz

und Rimini Protokoll

Elf neue Kulturprojekte in Berlin werden vom Bund mit insgesamt 1,4 Millionen Euro gefördert. Die Theatergruppe Rimini Protokoll erhält 150 000 Euro für „Situation Rooms“, ein Stück über Waffenhandel und Geldwäsche. An das Literaturhaus Berlin gehen 198 000 Euro für eine Ausstellung über die sowjetische Lagerwelt der Gulags aus dem Blickwinkel des Schriftstellers und ehemaligen Häftlings Warlam Schalamow. Sasha Waltz & Guests, das Freiburger Barockorchester und das Vocalconsort Berlin werden für ihre Produktion von Monteverdis „L’Orfeo“ mit 249 000 Euro gefördert. Die Staatsbibliothek und die Akademie der Wissenschaften planen eine Ausstellung zum 250. Geburtstag des Dichters Jean Paul (180 000 Euro). dpa

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