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Walser reagiert neidisch

auf Todesnachrichten



Der 85 Jahre alte Schriftsteller Martin Walser beneidet Menschen aus seinem Umfeld, die bereits gestorben sind. Bei jeder Sterbensnachricht denke er, „der hat es geschafft“, erklärte Walser in einem „Spiegel“-Interview. „Das sogenannte Sterben bleibt die höchste Unfreiwilligkeit. Es sei denn, man schafft es, selbst daran mitzuwirken“, sagte Walser. Das wiederum wäre „höchst wünschenswert“. Walsers Verhältnis zum Tod hat sich mit steigendem Alter nicht verändert: „Der Tod ist, wenn man 30 ist, genauso unvorstellbar wie mit 85. Er ist die absolute Dissonanz. Es gibt keine Vertrautheit mit ihm.“ epd

Dresdner Philharmoniker

bangen um ihre Zukunft

Die traditionsreiche Dresdner Philharmonie fühlt sich in ihrer Existenz bedroht. Im Sommer ist das Orchester aus seinem Stammhaus, dem Dresdner Kulturpalast, ausgezogen, weil das Gebäude aus den fünfziger Jahren saniert werden soll. Ursprünglich war dafür ein Zeitraum bis 2015 vorgesehen. Doch weil die Stadt sparen muss und deshalb noch immer über ihren Haushalt für 2013/2014 streitet, fürchten die Philharmoniker nun eine Verzögerung des Projektes oder gar dessen Aus. Ehrendirigent Kurt Masur sprach von einer „kleinmütigen und provinziellen Diskussion“. „Denk ich an Dresden in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“, sagte der 85-jährige Maestro. Die Stadt Dresden will am 10. Januar endgültig über den Haushalt befinden. dpa

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