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Heinrich-Mann-Preis an den Österreicher Robert Menasse

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse wird mit dem diesjährigen Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste geehrt. Die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung für Essayistik wird am 27. März, dem Geburtstag Heinrich Manns, vergeben. Die Jury würdigt den 1954 in Wien geborenen Menasse mit den Worten: „Als Philosoph will er die Welt als Ganzes denken; als Schriftsteller weiß er nur zu gut, dass dies eine Illusion ist.“ Zu Menasses Werken gehören die „Trilogie der Entgeisterung“ (1995), „Die Vertreibung aus der Hölle“ (2001) und „Ich kann jeder sagen“ (2009). Zuletzt erschien sein Großessay „Der europäische Landbote“, in dem er für ein postnationales Europa wirbt. Zuletzt hatte Uwe Kolbe die Auszeichnung erhalten. Tsp

„Neger, Neger, Schornsteinfeger!“: Hans J. Massaquoi ist tot

Der Journalist Hans J. Massaquoi, 1926 in Hamburg als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters geboren, ist tot. Er starb am 19. Januar, dem Tag seines 87. Geburtstags, in seiner Wahlheimat Florida. Seine Autobiografie „Neger, Neger, Schornsteinfeger!“ wurde 1999 ein Bestseller. Das Buch wurde später mit Veronica Ferres verfilmt. Den ZDF-Zweiteiler sahen 2006 mehr als acht Millionen Fernsehzuschauer. Massaquoi war nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA gegangen und war dort unter anderem Chefredakteur der afroamerikanischen Zeitschrift „Ebony“. 2009 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. Tsp

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