NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Deutsche Orchester verstärken

ihre Jugendarbeit signifikant



927 Schülerkonzerte haben die deutschen Orchester in der Spielzeit 2011/12 angeboten. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2003/04. Mit insgesamt 3752 musikpädagogischen Veranstaltungen kümmerten sich die Orchester in der vergangenen Saison so intensiv wie noch nie um den Nachwuchs. Insgesamt wurden 2011/12 12 572 Veranstaltungen im Konzertbereich angeboten, wie die Musikergewerkschaft „Deutsche Orchestervereinigung“ am Dienstag in Berlin mitteilte. Nachdem die Finanzkrise in den vergangenen Jahren zu Einbrüchen im Tourneegeschäft geführt hatte, konnten sich deutsche Orchester in der vergangenen Saison wieder 646 Mal im Ausland präsentieren. F. H.

Roma-Künstlerin Ceija Stojka

in Wien gestorben

Ihre Kunst erinnert an die NS-Zeit und das Schicksal eines bis heute verfolgten Volkes: Die in Wien lebende Roma-Schriftstellerin und Malerin Ceija Stojka ist tot. Sie sei am Montag im Alter von 79 Jahren in einem Wiener Krankenhaus gestorben. Stojka wurde in der Steiermark in eine Familie reisender Lovara, einer Untergruppe der Roma, aus dem Burgenland geboren. Sie überlebte in ihrer Kindheit die drei Konzentrationslager Auschwitz, Bergen-Belsen und Ravensbrück. 1988 veröffentlichte sie ihre ersten Erinnerungen „Wir leben im Verborgenen“. 1992 folgte die Fortsetzung „Reisende auf dieser Welt“. dpa

„Sonnenaufgang“ von Otto Dix: Dresden feiert „Sensation“

Das vor 80 Jahren als „entartete Kunst“ im Stadtmuseum Dresden beschlagnahmte Frühwerk „Sonnenaufgang“ des Expressionisten Otto Dix ist zurück. Der Erwerb des 1913 entstandenen Ölgemäldes war Ende November 2012 in letzter Minute gelungen. Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sprach am Dienstag bei der Präsentation des 50,5 mal 66 Zentimeter großen Werks in der Städtischen Galerie von einer „Sensation“. Dix (1891–1969) hatte seine wichtigsten Schaffensjahre in der Elbestadt verbracht und „Sonnenaufgang“ dem Stadtmuseum 1920 geschenkt. Um 1943 gelangte „Sonnenaufgang“ aus dem Depot des Reichspropagandaministeriums zu einem Kunsthändler in Güstrow. Später wurde es mehrfach an Sammler in Westdeutschland verkauft. Kurz vor der Herbstauktion der Villa Grisebach in Berlin gelang der Rückkauf für 793 000 Euro. Zur Finanzierung hatte die Kulturstiftung der Länder in nur wenigen Tagen eine Allianz mit der Hermann-Reemtsma-Stiftung, Rudolf-August-Oetker-Stiftung und Ernst-von-Siemens-Kulturstiftung geschmiedet. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben