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Philosoph Kurt Hübner

gestorben



Der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Kurt Hübner ist tot. Er starb am Wochenende in Kiel im Alter von 91 Jahren, wie die Familie mitteilte. Der in Prag geborene Hübner war von 1969 bis 1975 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung 1988 lehrte er an der Universität Kiel, wo er Direktor das Philosophischen Seminars war. Hübner hatte Lehraufträge an vielen europäischen, US-amerikanischen und ostasiatischen Universitäten. Der Autor zahlreicher religionsphilosophischer Schriften beschäftigte sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Mythos sowie mit der Wissenschaftstheorie der Physik und der Logik. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs startete er den Dialog mit der russischen Philosophie. Das Zentrum zum Studium der Deutschen Philosophie an der Universität Moskau geht auch auf seine Initiative zurück. dpa

Berliner Dom zeigt Dokumente

der Matthäus-Passion von 1829

Unter dem Motto „Bachs Passionen“ sind ab Donnerstag im Berliner Dom handschriftliche Chorstimmen der legendären Aufführung der Matthäus-Passion vom 11. März 1829 zu sehen. Die Aufführung unter der Leitung des erst 20 Jahre alten Felix Mendelssohn Bartholdy in der Sing-Akademie zu Berlin verhalf der Musik Johann Sebastian Bachs (1685–1750) zum Durchbruch. Es war die erste Aufführung der Matthäus-Passion seit dem Tod des Komponisten. 62 handschriftliche Chorstimmen der legendären Aufführung seien erworben worden, teilte das Bachhaus Eisenach mit. Teile davon werden im Dom ausgestellt. Das übrige Material soll Forschern zur Verfügung gestellt werden. Es gehe darum, die Schreiber zu identifizieren und Erkenntnisse zur Chorbesetzung zu gewinnen. Der Aufführung unter Mendelssohn Bartholdy wohnten seinerzeit nicht nur der preußische König bei, sondern auch Friedrich Hegel und Heinrich Heine. epd

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