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Vor dem Prozess: Jonathan Meese steht zum Hitlergruß

Der Künstler Jonathan Meese hat vor Beginn seines Prozesses den verbotenen Hitlergruß verteidigt. „Ich bin natürlich völlig unschuldig. Was ich auf der Bühne und im Namen der Kunst mache, ist durch die Kunstfreiheit im Grundgesetz gedeckt“, sagte Meese in einem Interview mit dem Magazin „Der Spiegel“. Das Amtsgericht Kassel verhandelt von diesem Donnerstag an gegen den 43-Jährigen, weil er auf einer Veranstaltung in Kassel die verbotene Geste gezeigt hatte. „Es geht ja nicht nur um mich persönlich, sondern auch darum, was ein Künstler auf der Bühne machen darf und was nicht“, sagte Meese. Dort müsse es erlaubt sein, mit Symbolen zu spielen. Der Hitlergruß sei ein Symbol, das neutralisiert werden müsse. Damit relativiere man nie die Vergangenheit, schon gar keine Verbrechen, „sondern man entdämonisiert ein Zeichen für die Zukunft. Man kann doch nicht allen Ernstes glauben, dass in der Armstreckung, also in einem Zeichen, an sich etwas Böses liegt. Das ist Voodoo-Priestertum!“ 2016 wird Meese in Bayreuth Wagners „Parsifal“ inszenieren. dpa

„Foreign Affairs“:

Die Festivalmacher sind zufrieden

Das neue Berliner Sommertheater- und Tanzfestival „Foreign Affairs“ hat mehr als 18 000 Besucher angezogen. „Die Bilanz ist ausgesprochen positiv“, teilten die Berliner Festspiele mit. Ein junges internationales Publikum habe viel Spaß an den ungewöhnlichen Aufführungen gehabt. Seit dem 27. Juni waren im Haus der Berliner Festspiele internationale Künstler mit insgesamt 30 Projekten aufgetreten, darunter die Choreografen William Forsythe, Boris Charmatz und Anne Teresa De Keersmaeker. Das Festival stand erstmals unter der künstlerischen Leitung von Matthias von Hartz. Tsp

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