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Frank Castorf: Bayreuther „Ring“ verzichtet auf NS-Bezug

Regisseur Frank Castorf  hat sich am Donnerstag wenige Stunden vor dem Auftakt der Bayreuther Festspiele zu seiner Inszenierung des „Ring des Nibelungen“ geäußert. Zentrale Frage sei gewesen: „Was ist heute unser Gold?“ Es sei das Öl. „Ohne Öl funktioniert nichts.“ Deshalb sei „Rheingold“ an einer Tankstelle an der Route 66 in den USA angesiedelt, weitere Stationen des vierteiligen Zyklus seien Aserbaidschan und die Wallstreet. Viele Ideen sollten nur flüchtig aufscheinen, sagte der 62-jährige Intendant der Berliner Volksbühne. „Das sind Zitate, die kurz wie eine Sternschnuppe auftauchen.“ Allzu konkrete Eindeutigkeiten lehne er ab. Auf Bezugnahmen zu Nazi-Deutschland habe er bewusst verzichtet. „Ich bin froh, dass der deutsche Faschismus nicht auftaucht.“ An diesem Freitag beginnt die Tetralogie mit „Das Rheingold“ (siehe S. 28). Tsp

Autoren fordern von Angela Merkel

Klarheit in der der NSA-Spähaffäre

32 namhafte Autoren haben in der NSA-Spähaffäre von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Aufklärung verlangt. „Wir erleben einen historischen Angriff auf unseren demokratischen Rechtsstaat, nämlich die Umkehrung des Prinzips der Unschuldsvermutung hin zu einem millionenfachen Generalverdacht“, schreiben sie in einem offenen Brief in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Freitag. Zu den Unterzeichnern zählen Juli Zeh, Ilija Trojanow, Moritz Rinke und Ulrich Beck. Es wachse der Eindruck, dass das Vorgehen der US- und britischen Behörden von der deutschen Regierung billigend in Kauf genommen würde. Die Autoren fragen die Kanzlerin: „Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?“ dpa

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