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Bundesweites Projekt zu Galerist Flechtheim – Streit mit den Erben

15 große Museen demonstrieren Offenheit: Sie haben sich für ein Internetprojekt zu dem von den Nazis verfolgten jüdischen Galeristen Alfred Flechtheim zusammengetan. Doch die Erben Flechtheims distanzieren sich davon. Die Museen von Hamburg über München bis Zürich verfolgen in einem gemeinsamen Projekt die Wege der Kunstwerke aus dem Besitz Alfred Flechtheims in ihre Sammlungen. Am Mittwoch stellten sie in Düsseldorf die Website www.alfredflechtheim.com mit Informationen zur Handelsgeschichte von mehr als 320 Gemälden, Skulpturen und grafischen Arbeiten vor. Damit wollen sie den legendären Galeristen als Förderer der Avantgarde würdigen und einen Beitrag zur Provenienzforschung leisten. Belastet wird das Projekt von dem Streit mit den Erben Flechtheims über die Rückgabe wertvoller Gemälde von Paul Klee, Juan Gris und Max Beckmann aus der Kunstsammlung NRW und den Bayerischen Staatsgemäldegalerien. Flechtheims Großneffe Michael Hulton hatte eine Einladung zu der Präsentation des von der Münchner Provenienzforscherin Andrea Bambi geleiteten Internetprojekts deshalb abgelehnt. Er kritisierte in einer eigenen Pressekonferenz, dass die beiden Museen den direkten Dialog über die Restitution verweigerten. Die Erben haben eine eigene Website geschaltet (www.alfredflechtheim.org). Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin beteiligt sich wegen der laufenden Verfahren nicht an dem Projekt. dpa

Fotoagentur Ostkreuz erhält Konrad-Wolf-Preis

Die Fotoagentur Ostkreuz erhält den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste Berlin. Die Auszeichnung wird jährlich für herausragende künstlerische Leistungen auf den Gebieten der darstellenden Kunst sowie der Film- und Medienkunst vergeben. Die Preisverleihung ist für den 20. Oktober geplant.epd

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