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Erich-Fried-Preis

für Rainer Merkel

Der Berliner Schriftsteller Rainer Merkel erhält den mit 15 000 Euro dotierten Erich-Fried-Preis. Die Jurorin Kathrin Röggla lobte seinen „literarischen Mut“. Merkel, ein ausgebildeter Psychologe, hatte für seine letzten beiden Bücher, den Roman „Bo“ und den Essayband „Das Unglück der anderen“ unter anderem in Liberia und Afghanistan recherchiert. Röggla betonte, „dass dieser Autor mit einer formalen Vielfalt sein psychologisch fundiertes Erzählen in die Grenzbereiche menschlicher Existenz treibt“. Die Preisverleihung findet am 10. November zum Abschluss der Erich-Fried-Tage in Wien statt. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Welt – wohin? Literarische Utopien/Dystopien“. Tsp

Einer der „18“:

Literaturnobelpreis-Juror gestorben

Ein Mitglied der Literaturnobelpreis-Jury ist am Wochenende in Schweden gestorben. Der Stockholmer Musik- und Kunstkritiker Ulf Linde sei 84 Jahre alt geworden, teilte die Schwedische Akademie mit. Er habe noch an der Diskussion und Auswahl der kanadischen Kurzgeschichten-Autorin Alice Munro als diesjähriger

Nobelpreisträgerin teilgenommen. Abstimmen konnte Linde am vergangenen Donnerstag aber nicht mehr, sagte ein Akademiesprecher. Die aufgrund ihrer Mitgliederzahl als „Die 18“ bekannte Jury ernennt ihre Mitglieder auf Lebenszeit. Zurzeit besteht sie aus schwedischen Schriftstellern, Sprach- und Literaturwissenschaftlern, Historikern und einem angesehenen Juristen. Linde gehörte der Akademie seit 1977 an. Ein Nachfolger solle nicht mehr in diesem Jahr gewählt werden. dpa

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