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Hitlers „Mein Kampf“: Kommentierte

Ausgabe auch ohne Landesgelder

Die bayerische Staatsregierung will sich nicht in die Entscheidung des Instituts für Zeitgeschichte einmischen, weiter an einer wissenschaftlich kommentierten Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ zu arbeiten. Es gelte die Wissenschaftsfreiheit, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Allerdings sieht er das Institut in der Pflicht, sich juristisch beraten zu lassen, um nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung zu erfüllen. Die Regierung hatte überraschend angekündigt, die Veröffentlichung nicht mehr aktiv zu unterstützen. Das Institut will die kommentierte Ausgabe trotzdem bis zum Ablauf der urheberrechtlichen Sperrfrist Ende 2015 veröffentlichen. Bayern hat indes angekündigt, auch nach dem Ende der Frist gegen jede Veröffentlichung von „Mein Kampf“ juristisch vorzugehen. dpa



München: Schwulen-Aktivisten wollen gegen Gergiev protestieren

DieWählerinitiative Rosa Liste hat für den 18. Dezember zu einer Demonstration vor der Münchner Philharmonie am Gasteig aufgerufen. Der designierte neue Chefdirigent Valerij Gergiev gibt an diesem Abend mit den Münchner Philharmonikern ein Strawinsky-Konzert. Gergiev tritt 2015 die Nachfolge von Christian Thielemann an. Schwulenaktivisten werfen dem russischen Maestro – wie auch der Sängerin Anna Netrebko – vor, zur neuen repressiven Gesetzgebung Wladimir Putins in Russland zu schweigen. Gergiev und Netrebko sind mit Putin befreundet. Ende September war es bereits an der New Yorker Met zu lautstarken Protesten gekommen. Auf Facebook schreibt Gergiev, er habe als langjähriger Chef des St. Petersburger Mariinski-Theaters „niemals irgendjemanden diskriminiert“. Als Künstler arbeite er mit Zehntausenden Menschen aller Nationen und Lebensweisen zusammen. Auch das Orchester veröffentlichte auf seiner Homepage ein Bekenntnis gegen Diskriminierung und Rassismus. dpa

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