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Geschwister Scholl: Soll

Hinrichtungs-Guillotine ins Museum?

Eine mögliche Ausstellung der Guillotine, mit der die Geschwister Scholl 1943 von den Nazis ermordet wurden, hat eine Debatte ausgelöst. Die Vorsitzende der Weiße-Rose-Stiftung, Hildegard Kronawitter, sagte, die Ausstellung des Fallbeils sei nur denkbar, wenn zugleich der historische Kontext des NS-Staatsterrors sorgfältig dargestellt werde. Strikt gegen eine Präsentation, wie sie für das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg erwogen wird, sprach sich Franz Josef Müller aus, einer der letzten Lebenden der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Die Guillotine, mit der über 1000 Menschen hingerichtet wurden, befindet sich im Depot des Bayerischen Nationalmuseums in München. dpa

Zukunft von Abbados

Orchestra Mozart gefährdet

Das 2004 von Claudio Abbado gegründete Orchestra Mozart Bologna muss seine Aktivitäten vorerst einstellen. Manager Fabio Roversi Monaco erklärte, es sei ihm nicht gelungen, genug Geldgeber für eine Stiftung zu finden, die den Fortbestand des Orchesters dauerhaft sichert. Da Claudio Abbado seit September aus gesundheitlichen Gründen alle Konzerte absagen musste, konnte er sich auch nicht um die Zukunft des Orchesters kümmern, das junge Musiker aus ganz Europa sowie Solisten internationalen Orchester vereint. Die Möglichkeit, neue Sponsoren zu gewinnen, ist an seine Person geknüpft. Wann der 80-jährige Abbado seinen nächsten Auftritt absolvieren kann, ist derzeit unklar. F. H.

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