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Zukunft des Welfenschatz offen: Limbach-Kommission vertagt sich

Im Streit um den so genannten Welfenschatz ist noch nichts entschieden. Die Limbach-Kommission hörte am Mittwoch in Berlin Vertreter einer jüdischen Erbengemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Eine Empfehlung will die Kommission erst in den nächsten Wochen abgeben. „Wir hoffen natürlich auf eine baldige Empfehlung der Kommission“, erklärte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in deren Besitz sich der Schatz derzeit befindet. Angesichts der Besonderheiten und Komplexität dieses Falles sei es jedoch nachvollziehbar, dass diese sorgfältig abgewogen werden müsse. Das Gremium unter Vorsitz der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes, Jutta Limbach, soll klären, ob der Verkauf des Welfenschatzes im Jahr 1935 an den preußischen Staat unter Druck erfolgte. Die Kommission befasst sich mit strittigen Rückübereignungsfällen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Erben der ehemaligen Besitzer des Welfenschatzes fordern dessen Rückgabe. epd

Argentinischer Dichter

Juan Gelman gestorben

Der argentinische Dichter und Cervantes- Preisträger Juan Gelman ist am Dienstag im Alter von 83 in Mexiko-Stadt gestorben. Gelman war Sohn jüdischer Emigranten aus der Ukraine und ein entschiedener Gegner der argentinischen Militärdiktatur (1976 –1983). Während der Herrschaft der Junta wurden sein Sohn und seine Schwiegertochter ermordet, die folgenden Jahre verbrachter er im Exil in Madrid, Nicaragua, New York und schließlich Mexiko-Stadt, wo er bis zuletzt lebte. Juan Gelman, der auch als Journalist und Übersetzer arbeitete, veröffentlichte über 30 Bücher. Auf Deutsch erschienen unter anderem die Gedichtbände „Kom/positionen & Darunter“ sowie „Welteln“. Den Cervantes-Preis, die höchste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt, erhielt er 2007. AFP/Tsp

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