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Museum Folkwang sagt Ausstellung mit erotischen Balthus-Bildern ab



Das Essener Museum Folkwang hat eine Polaroid-Ausstellung des für seine sexuell aufgeladenen Mädchen-Bilder bekannten Künstlers Balthus abgesagt. Vorgespräche mit verschiedenen Instanzen, unter anderem Jugendamt, hätten ergeben, dass die ab Anfang April geplante Schau „zu ungewollten juristischen Konsequenzen und einer Schließung führen könnte“, so das Museum. Gezeigt werden sollte eine Serie mit mehr als 2000 Polaroid-Bildern eines halbwüchsigen Mädchens in teils zweideutigen Posen und oft halb nackt, die der französische Künstler Balthus (1908–2001) mit über 80 Jahren gemacht hatte. Die Fotos hatten eine neue Pädophilie-Debatte ausgelöst. Folkwang-Chef Tobia Bezzola sagte: „Ich habe zeigen wollen, wie ein Maler, der im hohen Alter nicht mehr zeichnen konnte, Fotografien als Skizzen für künftige Gemälde nutzt.“ Ihm als Kurator sei es um das Verhältnis von Malerei und Fotografie gegangen. Dann habe aber das Thema Pädophilie in der öffentlichen Diskussion das künstlerische Interesse völlig überlagert. dpa

Neue Doppelspitze

für Düsseldorfer Schauspielhaus

Angesichts des Millionen-Defizits des Düsseldorfer Schaupielhauses haben Stadt und Land sich von Interimsintendant Manfred Weber getrennt. Bereits zum 1. März werden der frühere Düsseldorfer Intendant Günther Beelitz und der Ex-Geschäftsführer der Oper Leipzig, Alexander von Maravic, für zwei Jahre die Leitung übernehmen, so Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ute Schäfer (SPD). Ab 2016/ 17 soll die Bühne einen neuen festen Intendanten haben. Der bisherige künstlerische Leiter Staffan Holm hatte 2012 aufgegeben. Grund für die Ablösung Webers ist ein Defizit von 5,4 Millionen Euro, das das Theater an den Rand der Insolvenz gebracht hatte. dpa

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