Kultur : Nachrichten

Natürlich kann man bei Kindern punkten, wenn man mit kleinen Überraschungsgeschenken aufwarten kann. Rechnet man von vornherein mit einer größeren Runde, ist es in Ordnung, wenn man für den Nachwuchs von Freunden etwas Größeres mitbringt, wie ein Kuscheltier, und für die Unbekannten Kleinigkeiten wie Seifenblasen.

Etwas anderes ist es, wenn man nicht weiß, dass noch Besuch zugegen ist. Dann ist es in Ordnung, nur das Kind der Gastgeber zu beschenken. Es wäre doch schade, wenn Sie dieses für die Gesellschaft strafen würden, indem Sie ihm das ursprünglich zugedachte Geschenk vorenthalten. Die ausgleichende Gerechtigkeit will es ja, dass auch mal wieder der Spielgefährte im Vorteil ist. Und Sie können auf jeden Fall Ihr Bedauern ausdrücken.

Es ist schon richtig, dass Kinder bestechlich sind und die Anwesenheit fremder Erwachsener geduldiger ertragen, wenn sich diese für das Entgegenkommen vorab großzügig erkenntlich zeigen. Und es wird dem eigenen Image nicht schaden, wenn man nicht nur an die Kinder des engsten Umfeldes denkt, sondern auch an die anderen. Es ist ja nicht so, dass nur Kostbarkeiten Freude bereiten. Manchmal kann man mit einfachen Kleinigkeiten, mit einem Kartenspiel oder bunten Stiften, genauso viel Freude bereiten, besonders, wenn sie unverhofft von Fremden kommen. Gefährlich sind hingegen Schokolade und Süßigkeiten. Viele Eltern sehen es gar nicht gern, wenn ihre Kinder damit beschenkt werden.

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