Kultur : Nachrichten

— Stars: In our Bedroom after the War (City Slang)

Anschwellende Synthie-

Sinfonien, majestätische Melodien, kühle Referenzen an die achtziger Jahre. Und dazu ein traumhaft-entrückter Gesang wie einst von Prefab Sprout. Perfekter Pop.

— Jamie T:

Panic Prevention (Labels)

Räudige Mixtur aus Hiphop und Gossenpunk, dargeboten von einem Einmannorchester mit Cockney-Akzent.

— Flowerpornoes: Wie oft musst du vor die Wand laufen bis der

Himmel sich auftut? (V2)

Räucherstäbchen-Rock-’n’- Roll vom Duisburger Altmeister Tom Liwa, zu hören am besten im Schneidersitz.

— Arcade Fire:

Neon Bible (City Slang)

Solider, eigentlich ganz okayer Indierock, wichtigtuerisch sakralisiert und aufgeblasen zu kirchentagsfeierlichem Bombast. Der Hype des Jahres.

— Stephen Duffy & Lilac Time: Runout Groove

(Ministry of Sound)

Einschmeichelnder Folkpop, überraschend countryesk, von Robbie Williams’ ehemaligem Songwriter, einem Genie.

— Nick Tosches:

Muddy Waters isst selten Fisch (Liebeskind)

Lakonisch-ironische Storys über Blondie, Miles Davis, Screamin’ Jay Hawkins und den Tod von Elvis. Auf die Frage: „Was halten Sie von der Frauenbewegung?“ antwortet Muddy Waters: „Wie Frauen sich bewegen?“

— The Good, The Bad & The Queen (EMI)

Geisterhafte Balladen, shakespeareske Gassenhauer von der All-Star-Band. Besser ist die Schönheit Londons seit den Kinks nicht mehr besungen worden.

— Disco Deutschland

(Marina Records)

Im Epochenjahr 1977 erreichte die Funkyness Deutschland. Stroboskoplichtknaller unter anderem von Supermax, Amanda Lear, Marianne Rosenberg und der Munich Machine.

— Die Türen: Popo

(Staatsakt)

Die Wiedergeburt des Agitrock aus dem Geist von Motown. Verse zum Mitschmettern: „Sei nicht traurig, das letzte Hemd hat keine Taschen, sei nicht traurig, da ist immer noch genug Pfand auf den Flaschen.“

— Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (ARD-Video)

Kölner Puppenspiel-Klassiker, mit dem – auch auf einer beiliegenden CD zu genießenden – psychedelischen Soundtrack von Passport-Organist Ingfried Hoffmann.

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