Kultur : Nachrichten

— David Oistrach:

The Complete EMI

Recordings (EMI)



Nicht weniger als 17

CDs, darunter einige

reizvolle Doubletten, neu aufgelegt zum 100.

Geburtstag des großen russischen Geigers.

— Haydn: Klaviersonate Es-Dur, Beethoven: Sonate A-Dur op. 2, 2, Mozart: Sonate D-Dur KV 311. Rafal Blechacz (DG)

Klassisch wie ein Diplomkonzert an der Musikhochschule – der Einstand

des glänzenden ChopinInterpreten beim Wiener Triumvirat.

— Peter Licht: Melancholie und Gesellschaft

(Motor Music)

Vor allem im Gemüt:

brillante, leicht verdrehte Poesie zu milder

elektronischer Musik.

— Dowland: Lute Songs, Britten: Nocturnal. Mark Padmore, Elizabeth

Kenny, Craig Ogden

(Hyperion)

Was immer der englische Tenor Mark Padmore anfasst, gerät fantastisch.

Ein ernst-inniger, kaum von Verzierungszuckerwerk getrübter Zugang zu

der Kunst John Dowlands.

— Lachenmann: „Fünf Variationen über ein Thema von Schubert“,

Schubert: Sonaten.

Herbert Schuch (Oehms

Classics)

Lachenmann lässig,

Schubert zeitvergessen: So spritzig dieser mit der

Musik von jenem umgeht, so virtuos bewegt sich Schuch zwischen den

Jahrhunderten.

— Händel: Solomon. RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin, Daniel Reuss (HMC)

Bewährte Musik, ein

hervorragendes Ensemble – und Reuss spannt

schöne, unendlich lange Atembögen.

— Brahms: Horn Trio, Violinsonate op. 78, Fantasien op. 116. Isabelle

Faust, Teunis van der Zwart, Alexander Melnikov (harmonia mundi)

Ein Querschnitt durch das Werk das wunderbaren Kammermusikers Brahms, auf alten Instrumenten gespielt.





— Schubert: Die schöne Müllerin. Christoph Prégardien, Michael Gees

(Challenge Classics)

Prégardien rekonstruiert die ad-hoc-Ornamente der historischen Aufführungssituation. Heller noch

als Triller, Doppelschläge und Melismen leuchtet freilich sein unverwechselbares Timbre.

— Schönberg, Webern, Berg. Christine Schäfer, Petersen Quartett (Phoenix Edition)

Schönbergs Zeitenwende- Musik in einer hervorragenden Interpretation, umgeben von einer noch sanfteren, süßeren Komposition Weberns und einer verschlüsselten Liebes-Musik Bergs.

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