Kultur : NACHRICHTEN

Nach dem Verkauf von Brockhaus:

ein „schwarzer Tag für Leipzig“

Das Ende für den Leipziger Standort von Brockhaus ist nach Auffassung des Leipziger Buchmesse-Chefs Oliver Zille „ein schwarzer Tag für die Buchstadt“. „Ich finde es mehr als bedauerlich“, sagte er. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Bertelsmann den Traditionsverlag kauft und den Standort Leipzig mit 60 Arbeitsplätzen aufgibt. dpa

Abschied von „Rote Rosen“: Schlagersänger Freddy Breck tot

Der Schlagersänger Freddy Breck, dessen Hits „Rote Rosen“, „Überall auf der Welt“ oder „Der große Zampano“ hießen, ist tot. Er litt an einer Krebserkrankung und starb am Mittwoch im Alter von 66 Jahren in seinem Haus am Starnberger See. Der Maschinenbaustudent begann seine Karriere in den sechziger Jahren als „Jodler-Freddy“ mit Gitarre und wurde dann vom Produzenten Heinz Gietz entdeckt. Seine größten Erfolge feierte er mit Schlagern, die auf klassischen Kompositionen basierten. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit „Überall auf der Welt“, einem Stück, das dem „Gefangenenchor“ aus Verdis Oper „Nabucco“ folgte. 1998 gründete Breck mit seiner Frau Astrid seine eigene Plattenfirma „Sun Day Records“. chs

Spanischer Schriftsteller

Francisco Casavella gestorben

Der spanische Schriftsteller Francisco Casavella, einer der bedeutendsten Autoren der jüngeren Generation seines Landes, ist 45-jährig gestorben. Er erlag in Barcelona einem Herzinfarkt. Der Katalane war im Januar für seinen Roman „Lo que sé de los vampiros“ (Was ich über die Vampire weiß) mit dem Nadal-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Das Werk handelt von der Vertreibung der Jesuiten aus Spanien 1767. In seiner Roman-Trilogie „Der Tag des Watussi“, die im Deutschen unter dem Titel „Verwegene Spiele“ bei Fischer erschienen ist, hatte er die Mittelmeer Metropole Barcelona von ihrer negativen Seite dargestellt. Mehrere seiner Romane wurden in Spanien verfilmt. dpa

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