Kultur : NACHRICHTEN

Tefaf in Maastricht

zieht positives Fazit

Die European Fine Art Fair (Tefaf), die noch bis Sonntag dauert, wartet trotz Rezession mit einer guten ersten Bilanz auf. So reisten mehr als 150 Museumsdirektoren aus aller Welt an, 104 Privatjets landeten in den ersten drei Tagen auf dem Airport Aachen-Maastricht. Die Verkäufe auf der Tefaf liefen gut, teilweise sogar sehr gut und sorgten für Erleichterung. Verkauft wurden Arbeiten aus allen Jahrhunderten – von Breughel und Le Corbusier bis Basquiat und Louise Bourgeois. Der Altmeisterhändler Konrad O. Bernheimer (München/London) erzielte rund fünf Millionen Euro für das Porträt eines jungen Mannes von Peter Paul Rubens (1610), das einmal der Familie Rothschild gehörte. Der Berliner Schmuckhändler Ulf Breede setzte genauso viel um wie 2008. Ben Janssens Oriental Art (London) konnte rund 50 fernöstliche Objekte mit roten Punkten versehen. Bei Rupert Wace begeisterte sich ein deutscher Sammler für eine kleine, sehr seltene sardische Bronzefigur aus der Eisenzeit für 120 000 Euro. Etwas abgeschlagen war die neu geschaffene Design-Abteilung im ersten Stock. Dennoch ergaben sich gute Kontakte und Verkäufe. Ulrich Fiedler (Berlin) gab einen frühen Bugholzstuhl von Michael Thonet an ein US-Museum. Auch die zeitgenössische Kunst konnte punkten. Bei Daniella Luxembourg (London) und Amalia Dayan (New York) entschied sich ein Sammler für eine Arbeit von Luciano Fabro (600 000 €). ch

Die Galerie Klara Wallner

pausiert und zieht um

Nach drei Jahren schließt Klara Wallner im Galeriehaus in der Rudi-Dutschke- Straße und zieht mit ihrer Galerie innerhalb von Kreuzberg um. Die letzte Ausstellung am alten Ort ist noch bis Ende März zu sehen, die neuen Räume am Tempelhofer Ufer 36 werden im September mit Arbeiten des Künstlers Sebastian Schlicher eröffnet. Neben wechselnden Ausstellungen plant die Galeristin ein Programm aus Vorträgen zur Kunst des 21. Jahrhunderts sowie Lesungen von zeitgenössischen Autoren und Performances. cmx

Aando Fine Art eröffnet Räume

mit koreanischer Kunst

Mit einer Ausstellung des koreanischen Künstlers Bien-U Bae eröffnet am 27. März die Galerie Aando Fine Art ihre neuen Räume in der Tucholskystraße. Der Galerist Wonkyung Byun hat lange Jahre die international tätige Gana Art Gallery geleitet, nun macht er sich mit einem Raum für zeitgenössische Kunst in Berlin selbstständig. Bae zählt zu den wichtigsten koreanischen Künstlern der Gegenwart und ist eine Schlüsselfigur der korenanischen Fotokunst. Seine Lehrtätigkeit hat eine ganze Generation junger Fotografen beeinflusst. Seit über zwei Jahrzehnten macht Bae den Baum zum Thema seiner künstlerischen Untersuchungen. Die Bilder waren bereits in zahlreichen Museen ausgestellt, darunter im National Museum of Contemporary Art in Seoul, im Museo Thyssen in Madrid oder im Bozar-Center for Fine Arts in Brüssel. cmx

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