Kultur : NACHRICHTEN

Die österreichische Dichterin Elfriede Gerstl ist tot

Die Wiener Schriftstellerin Elfriede Gerstl ist in der Nacht zum Donnerstag nach langer Krebserkrankung mit 76 Jahren gestorben. Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek würdigte sie als eine Frau, „die das Dunkelste erlebt hat, ohne je selbst verdunkelt gewesen zu sein“: Als Kind jüdischer Eltern hatte Gerstl die NSZeit in Wien in Verstecken überlebt. Das Werk der engagierten Feministin, die in den 1960er Jahren wiederholt in Berlin weilte, umfasst vor allem Gedichte, Essays und kurze Prosastücke. Ihre bekannteste Veröffentlichung ist der 2007 neu publizierte Band „Kleiderflug, Schreiben-Sammeln-Lebensräume“. dpa

Deutschland hält an Rückgabe von Raubkunst fest

Die Bundesrepublik hält laut Kulturstaatsminister Bernd Neumann an der Rückgabe von NS-Raubkunst fest: Ein Ende der Restitution von Kulturgütern, die vor allem Juden von den Nationalsozialisten geraubt wurden, „kommt für die Bundesregierung nicht in Frage“. Neumann bezog sich auf Äußerungen des britischen Kunsthistorikers Norman Rosenthal, der ein Ende der Restitution gefordert hatte.Tsp

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