Kultur : NACHRICHTEN

Israelischer Dirigent

Mendi Rodan gestorben

Wie israelische Medien berichten, ist der Dirigent Mendi Rodan Freitagnacht im Alter von 80 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Rodan hatte führende Orchester in aller Welt dirigiert, darunter das London Symphony Orchestra und die Wiener Symphoniker. Für weltweites Aufsehen sorgte er im Oktober 2000, als er erstmals das in Israel geltende Wagner-Tabu brach und mit dem Sinfonieorchester Rischon Lezion das „Siegfried-Idyll“ spielte. Das Konzert löste scharfe Proteste von Holocaust-Überlebenden aus. Der 1929 in Rumänien geborene Musiker hatte mit fünf Jahren mit dem Geigenspiel begonnen. Sein Vater wurde im Holocaust ermordet, Rodan emigrierte 1960 mit seiner Familie nach Israel. dpa

Rink: BRD habe ein Problem

mit DDR-Kunst

Der Leipziger Maler Arno Rink sieht die deutschen Museen für sich „verschlossen“. „Die BRD hat immer noch ein Problem mit der DDR-Kunst. Für die waren wir alle politisch ideologisiert“, sagte der 68-Jährige dem „Spiegel“. Erfolgreiche DDR-Kunst „war nie übelste Propaganda. Sie war manchmal dümmlich und anpreisend, aber nie verherrlichend“. ddp

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