Kultur : Nachrichten

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— Maria Yudina: Mozart- Sonaten und -Fantasien (SLR)

Wenn der c-Moll-Fantasie Väterchen Frost einheizt, dann wird’s bitterernst.

Und aus ist’s mit aller

Rokoko-Romantik.

Mozart, heißt es, sei etwas

für Kinder und für reife weise Menschen. Dazwischen wird’s schwierig. Aber das kann sich ja ändern im kommenden

Jubel-Jahr ...

— Fritz Busch, Glyndebourne Festival Orchestra & Chorus: Mozart „Così fan tutte“ (EMI)

Eleganter, beredter, leidenschaftlicher wurde auf dem englischen Festspielgrün nie wieder gepicknickt.

— Mozart meets Cuba (Sony)

Nockerln tanzen Tango,

Klarinetten schmauchen

Cohibas: ein nettes, schräges Geburtstagsständchen. Hasta la vista.

— Anne-Sofie Mutter, London Philharmonic

Orchestra: Mozart-Violinkonzerte (DG)

Dieses „Projekt“ lehrt einen das Fürchten vor zu viel gutem Willen. Mutter rezitiert. Deklamiert. Mozart.

— Clara Haskil, Arthur

Grumiaux: Mozart-Violinsonaten (Philips)

Liebevoller können zwei

Instrumente nicht miteinander sprechen. Über die Welt. Über den Tod. Über alles mögliche.

— Midori Seiler, Jos van Immerseel, Anima Eterna: Mozart-Violinkonzerte

(harmonia mundi)

Ein Mozart-Spiel, das mit seinem rhetorischen Überbau nicht zu klotzen braucht:

musikantisch, bescheiden, beseelt.

— Vesselina Kasarova,

Colin Davis, Staatskapelle Dresden: Mozart-Arien (BMG)

Das ganze Mozart-Welttheater in einer Stimme. Von graziös bis grausam, von ungestüm bis verführerisch.

— Maria Joao Pires, Claudio Abbado, Wiener Philharmoniker: Mozart-Klavierkonzerte (DG)

Mit Hingabe trifft die

Portugiesin den Mozart-Ton der Postmoderne: natürlich, lyrisch, funkelnd.

— Nikolaus Harnoncourt, Chor & Orchester des

Zürcher Opernhauses:

Mozart „Don Giovanni“

(Arthaus/Naxos)

Nicht nur wegen Cecilia

Bartolis furioser Elvira: eine Sinnesweide. Großes Glitzern im Graben. Und viel Wagemut.

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