Kultur : Nachrichten

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— Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Roman. Rowohlt Verlag, Reinbek 2005. 304 S., 19,90 €.

Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß und der Naturforscher Alexander von Humboldt treffen kurios, grandios aufeinander: ein doppelter Geniestreich, elegant und wunderbar ironisch erzählt..

— Alan Bennett: Handauflegen. Roman. Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2005. 93 Seiten, 19, 90 € (als Hörbuch 2 CDs, gelesen von Uwe Friedrichsen, 19 €).

Ein Trauerfall, ein Lachanfall. Da ist einer gestorben, der wohl bei manchem Zuhörer des Gedenkgottesdienstes von Pater Jolliffe Hand und Herz angelegt hatte. Sex is life, auch after death.

— Brigitte Maria Mayer und Heiner Müller: Der Tod ist ein Irrtum. Bilder, Texte, Autografen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2005. 164 Seiten, 78 €.

Im Dezember 1995 ist Heiner Müller am Krebs gestorben. Ein Polaroid seiner Frau, der Fotografin Brigitte Maria Mayer, zeigt ihn am Todestag. Skeptisch, untröstlich. Ein moderner Klassiker lebt hier auf, mit seinen letzten poetischen Texten.

— Candida Höfer: Bibliotheken. Mit einem Essay von Umberto Eco. Schirmer/Mosel Verlag, München 2005. 272 Seiten, 78 €.

Ihr Blick in die großen Bibliotheken der Welt ist der prachtvolle Höhepunkt im Werk der Kölner Fotokünstlerin Candida Höfer. Keine lebenden Menschen sind im Bild, aber der menschliche Geist scheint alle Räume fantastisch zu beleben.

— Jürgen Schreiber: Ein Maler aus Deutschland. Gerhard Richter. Das Drama einer Familie. Pendo Verlag, München und Zürich 2005, 304 Seiten, 22,50 €.

Gerhard Richter ist heute der wohl bedeutendste lebende Maler. In seiner glänzend geschriebenen Künstler-Biographie erhellt Jürgen Schreiber auch einen bisher unbekannten Aspekt: das Bild einer unheimlichen deutschen Familie.

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