Kultur : Nachrichten

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— Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Roman. Rowohlt Verlag, Reinbek 2005. 304 S., 19,90 €.

Eine kurze Begegnung zweier großer Geister – und ein längere Doppelporträt von Gauß und Humboldt in Romanform. Lauter kluge, wohl formulierte Sätze. Immanuel Kant kommt auch drin vor. Sagt aber nur: „Wurst!“

— Leon de Winter: Place de la Bastille. Roman. Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers. Diogenes Verlag, Zürich 2005. 158 Seiten, 17,90 €.

Ein mit 27 Jahren geschriebenes Frühwerk des Holländers, das schon das Material seiner späteren Bestseller enthält: Für Leser, die noch noch nicht allzu viel über das Judentum wissen – und trotzdem Krimis mögen.

— Léon Blum: Beschwörung der Schatten. Aus dem Französischen und herausgegeben von Joachim Kalka. Berenberg Verlag, Berlin 2005. 116 Seiten, 19 €.

Die Erinnerung eines französisch-jüdischen Sozialisten an die Affäre um den jüdischen Artilleriehauptmann Dreyfus, der zu Unrecht der Spionage für Deutschland bezichtigt wurde. Ein Klassiker über Antisemitismus – und was Intellektuelle dagegen ausrichten können.

— Henri Stierlin: Die großen Monumente des Altertums. Unsere Geschichte in Flugbildern: Band 1. Schirmer/Mosel, München 2005. 136 Seiten, 39,80 €.

Von Stonehenge über Pompeji zum Angkor Vat: lauter heilige Orte, aus der Götterperspektive betrachtet. Einfach aufklappen und die Augen weiden lassen.

— Geert Mak: Der Mord an Theo van Gogh. Geschichte einer moralischen Panik. Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2005. 112 Seiten, 8 €.

Ein kluges Manifest wider die Händler der Angst vor dem Islam. Mit gleichem Abstand zu den Paranoikern in den Medien – wie zum filmemachenden Opfer des Ganzen und seiner Drehbuchautorin Ayaan Hirsi Ali.

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