Kultur : Nachrichten

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— Orhan Pamuk: Schnee. Roman. Aus dem Türkischen von Christoph K. Neumann. Hanser Verlag, München 2005. 520 Seiten, 25,90 €.

Eine Reise in das Herz der türkischen Finsternis: In einer vom Schnee eingeschlossenen Stadt Anatoliens bekämpfen sich Säkulare, Islamisten und Kurden. Ein Lyriker aber erfährt das Glück.

— P. G. Wodehouse: Monty im Glück. Roman. Aus dem Englischen von Thomas Schlachter. Edition Epoca, Zürich 2005. 352 S., 22,90 €.

Zu viele Seiten für ein schnelles Vergnügen? Zeit ist relativ, Buchumfänge sind es auch. Diese screwball comedy über eine Liebeswerbung mit Hindernissen schmunzelt, feixt, kichert sich im Nu weg.

— Ivan Turgenev: Werther Herr! Turgenevs deutscher Briefwechsel. Ausgewählt und kommentiert von Peter Urban. Friedenauer Presse, Berlin 2005. 336 Seiten, 22,50 €.

1863 zieht Ivan Turgenev wegen einer Frau nach Baden-Baden. In seinen Briefen, ruhig und konziliant im Ton, entschieden in der literarischen Kritik, lebt das Europa von Flaubert und Dostojewski wieder auf.

— Thomas Mann: Lübeck als geistige Lebensform. Mit historischen Farbaufnahmen von Julius Hollos (1928). Hg. von Peter Walther. 118 S., 18 €.

Essay als Hör-CD, gelesen von Christian Brückner, 13 €. Vacat Verlag, Potsdam 2005.

Im CD-Player Thomas Manns „Lübeck als geistige Lebensform“. Dazu: Marzipan in Barrenform. Und die Fotos der Hansestadt in entrückten Kindheitsfarben.

— Salvatore Settis: Die Zukunft des „Klassischen“. Eine Idee im Wandel der Zeiten. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2005. 108 Seiten, 19,50 €.

Jede Zeit hat ihre Klassik, auch die Moderne und – die Klassik. Mit ihr wird eine Vergangenheit für vollkommen erklärt. Also hat die Klassik auch in Zeiten von Globalisierung und Postkolonialismus eine Zukunft. Eine? Viele!

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