Kultur : Nachrichten

Christiane Meixner

PHILIPP GUTBROD

Repräsentant für Nordamerika und Kanada

Er ist der Mann in Standby-Funktion: Philipp Gutbrod, Repräsentant der Villa Grisebach für Nordamerika und Kanada. Wann immer sich ein Sammler dort für Kunst aus dem Berliner Auktionshaus interessiert oder selbst etwas verkaufen will, fungiert Gutbrod als Kontakt und aufmerksamer Vermittler.

Ein Experte vor Ort, der in Heidelberg über Wols promoviert hat und nun für Grisebach akquiriert. Zur Jubiläumsauktion steuert Gutbrod unter anderem eine Skulptur von Ernst Barlach bei: einen Bronzeguss vom „Singenden Mann“. Manche seiner Hausbesuche, meint Gutbrod, waren echte Glücksgriffe: Mehr als einmal hat der Kunsthistoriker in Schubladen oder an den Wänden Werke entdeckt, die als verschollen galten. Auf der anderen Seite unterstützt er amerikanische Kunden, die telefonisch, schriftlich oder vor Ort in Berlin bieten möchten. Und nicht zuletzt werden ausgewählte Werke in den Repräsentanzen gezeigt.

Acht solcher Vertretungen unterhält die Villa Grisebach für Großbritannien (Sabina Fliri), die Schweiz (Verena Hartmann), Bayern (Dorothee Gutzeit) und Norddeutschland (Stefanie Busold). Es gibt sie im Rheinland (Daniela Deuss), in Westfalen (Donata von Daniels) und Baden-Württemberg, wo die ehemalige stellvertretende Direktorin des Kunstvereins, Andrea Jahn, in gleicher Funktion wie Gutbrod agiert.

Der Wissenschaftler kam über eine Forschungsstelle an der Berliner Universität zur Villa Grisebach. Und als das Haus 2004 einen Vertreter für New York suchte, war es überaus praktisch, dass der gebürtige Amerikaner gleich eine Arbeitserlaubnis vorweisen konnte. Im Januar vergangenen Jahres ging er zurück in die USA und schreibt dort wissenschaftliche Aufsätze – falls es nicht gerade etwas für die Villa Grisebach zu tun gibt.

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