NÄHER, MEIN GOTT, ZU DIR : Berliner Kinder interpretieren Lieder von Paul Gerhardt

„Sein Geist wohnt mir im Herzen, regiert mir meinen Sinn, vertreibt Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin“, dichtete Paul Gerhardt vor 400 Jahren. Der Pfarrer und große evangelische Kirchenmusiker lebte zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und hat seine Kinder und seine Frau zu Grabe getragen. Er wusste, was Schmerz bedeutet und empfand sich als „Gast auf Erden“. Wie aktuell seine Texte bis heute sind, beweist eine Kabinettaustellung, die gerade im Evangelischen Zentrum zu sehen ist. Kinder der Bornholmer Grundschule in Prenzlauer Berg haben zu Papier gebracht, was ihnen zu den Liedern von Paul Gerhardt eingefallen ist, die Elf- und Zwölfjährigen haben ihre eigenen Vorstellungen zum Kreislauf des Lebens und zu ihrem eigenen Lebenslauf entwickelt. In ihren Bildern zeigt sich, dass auch in ihren Leben nicht alles geradlinig verläuft, viele von ihnen haben bisher nicht nur Freude erlebt, sondern auch schon Erfahrungen mit Tod, Krankheit und Trennung gesammelt. clk

Evangelisches Zentrum, Georgenkirchstr. 69, Haus 2,

4. Etage, Friedrichshain, bis

Di 30.1.2008

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