NÄHER, MEIN GOTT, ZU DIR : Liebeslieder in der Lukaskirche

Liebe kann Wunder bewirken und

in einen Rausch versetzen. Und sie macht definitiv süchtig. Es soll auch vorkommen, dass Liebende über sich selbst hinauswachsen, über die Grenzen ihrer selbst re-

gelrecht hinausgerissen werden.

Darin, in diesem Über-Sich-Hinaus-Wachsen, sind sich Liebende und religiöse Menschen ähnlich. Auch im Gebet, in der Meditation lassen sich Erfahrungen der Selbstüberschreitung machen. Wenn ich mit Gott kommuniziere, öffne ich mich für Neues. Stellt sich das

„Andere“ auf einmal ein, sprechen Menschen oft davon, dass sie „ergriffen“ wurden. Ergriffen von etwas, das sie schwer benennen können. Bei Mechthild von Magdeburg (Abbildung) klang das im 13. Jahrhundert allerdings ziemlich eindeutig: „O Du gießender Gott in Deiner Gabe! O Du fließender Gott in Deiner Liebe! O Du brennender Gott in Deiner Begier! O Du schmelzender Gott in der Einigung mit Deiner Geliebten . . .“ Kein Wunder, dass die Lukaskirche bei so viel Gemeinsamkeit von irdischer und Gottesliebe zu einem Abend mit Liebesliedern einlädt. clk

St.-Lukaskirche, Kreuzberg,

Bernburger Str. 3, Sa 14.7., 20 Uhr

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