NÄHER, MEIN GOTT, ZU DIR : Peter Sloterdijk denkt über den gesunden Zorn nach

Nicht nur Menschen können zornig werden. Auch Götter. Der Gott des Alten Testaments, die Helden der griechischen Antike bis hin zu den zornigen jungen Männer im Islam – der Zorn ist ein Affekt, der Religionen und Philosophie durchzieht. Was ist Zorn? Gibt es eine Geschichte des Zorns, fragt die Katholische Akademie in der Veranstaltung „Zorn und Zeit“ am Freitag. Lässt sich eine theologische Affektenlehre beschreiben? Eingeladen sind der Schriftsteller und Philosoph Peter Sloterdijk und der Theologe und Philosoph Klaus Müller. Einen Gedanken von Nietzsche aufnehmend, wonach das Christentum zu einer falschen Beruhigung der negativen Gefühle geführt habe, plädiert Sloterdijk für die Wiederentdeckung eines gesunden, positiven Zorns. Nur wenn auch die Christen ihr Verhältnis zu positiven wie negativen Gefühlen klären, sei auch ein Dialog auf Augenhöhe mit dem Islam möglich, sagt der Akademiedirektor. Die Zeiten des Kuscheldialogs sind vorbei. Es dürfte spannend werden. clk

Katholische Akademie, Hannoversche Str. 5, Mitte, Fr 30.11.,

19 Uhr, 3,50 €, erm. 2 €

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