NÄHER, MEIN GOTT, ZU DIR : Superintendent Wolfgang Barthen lädt zum Beichten ein

Katholiken sind geübter darin, ihrer schuldig gewordenen Seele Erleichterung zu verschaffen. Aber auch Martin Luther war ein Freund des Beichtens. Viele Protestanten haben das nur vergessen. In einigen Gemeinden erinnert man sich aber noch daran. Zum Beispiel im Heilsbronnen in Schöneberg. Jeden Sonntag um 8.45 Uhr laden Superintendent Wolfgang Barthen und seine Kollegen zur gemeinsamen Beichte. Eine Viertelstunde dauert die Angelegenheit. Nach einem bestimmten Lutherischen Ritus wird zunächst Gott angerufen, danach bekennt jeder für sich, was er Unschönes getan oder gedacht hat, dann sprechen alle zusammen ein Sündenbekenntnis. Schließlich wird bereut und um Vergebung gebeten. Am Ende erteilt der Pfarrer die Absolution und spricht Segensworte. Beim ersten Mal mag das Ritual fremd wirken, sagt Barthen. Aber nach einer Weile, mit mehr Übung, werde es einem spürbar leichter ums Herz. Ein verlockendes Angebot. Denn wer möchte nicht, dass einem Schuld vergeben wird? clk

Kirche zum Heilsbronnen, Heilbronner Str. 20, Schöneberg, immer sonntags 8.45 Uhr.

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