Kultur : Nahost-Gipfel: Saddams Comeback in der arabischen Welt

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Saddam Hussein, Iraks Diktator, ist bereit, bis zum letzten Palästinenser für Palästina und gegen den "zionistischen Erzfeind" zu kämpfen. Für ihn bildet die "Al-Akza-Intifada" das ideale Sprungbrett zurück in die Weltpolitik. Das Schlimmste, was ihm jetzt noch passieren könnte, wäre, dass man sich in Sharm el-Sheikh nicht nur auf einen Waffenstillstand, sondern auch auf eine Möglichkeit einigt, den Friedensprozesses doch noch zu retten. Der Herrscher von Bagdad ist nur noch auf einen Termin fixiert. Und das ist der 21. Oktober, das Datum der arabischen Gipfelkonferenz in Kairo.

An dieser Konferenz wird er ebenso wie Libyens Staatschef Gaddafi erstmals seit vielen Jahren teilnehmen und so ein Comeback in der arabischen Welt geben. Für ihn bildet der Arabergipfel die echte erste Chance, den seit dem Golfkrieg anhaltenden internationalen Boykott gegen Irak aufzubrechen oder zumindest aufzuweichen.

Deshalb hat der Diktator auch alles versucht, um sich bei der jüngsten Flugzeugentführung, die ausgerechnet in Bagdad endete, der Welt als verantwortungsvoller Staatsmann zu präsentieren. Saddam hat gelernt. Von Libyens Staatschef Gaddafi und dessen "Vermittlungsrolle" beim Geiseldrama auf den Philippinen.

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