Nationalgalerie" : Ticken und Tacken

Wer tritt an für den Preis der Nationalgalerie?

Die letzte Oktoberwoche mit all ihren Kunstaktivitäten ist in Berlin zugleich die hohe Zeit der Kunstpreise und Auszeichnungen. Wie schon beim letzten Mal wird auch in diesem Jahr im Vorfeld des Art Forums die Shortlist für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst im Rahmen einer Party bekannt gegeben, die der Hauptsponsor BMW in seinem Verkaufssalon am Kurfürstendamm organisiert. Der Ort mag für Kunst ambivalent sein, auch wenn Olafur Eliasson erst jüngst das Art-car als tiefgefrorenes Gefährt gestaltete, die Preis-Jury mit ihren renommierten Mitgliedern ist es nicht.

Zu ihr gehören der italienische Kurator und einstige Berlin-Biennale-Macher Massimiliano Gioni, Jessica Morgan von der Londoner Tate Modern Gallery, Beatrix Ruf von der Kunsthalle Zürich, Janneke de Vries von der Bremer Gesellschaft für aktuelle Kunst und Bernhart Schwenk von der Münchner Pinakothek der Moderne. Die fünf Kunstexperten haben aus einer Liste, für die Mitglieder des Vereins der Freunde der Nationalgalerie als Verleiher des Preises sowie 150 europäische Museumsdirektoren und Kuratoren Vorschläge machen durften, vier Kandidaten ausgewählt, die heute Abend bekannt gegeben werden und aus denen 2009 der Preisträger gewählt wird.

Werden es geläufige Größen sein oder nur Insidern vertraute Namen? Beim letzten Mal traten Tino Sehgal, Damian Ortega, Jeanne Faust und Ceal Floyer in einer gemeinsamen Ausstellung im Hamburger Bahnhof gegeneinander an. Am Ende gewann die Britin Ceal Floyer den mit 50 000 Euro dotierten Preis mit einer Soundinstallation. Das Tack-Tack ihrer hölzernen Treppe klingt manchem noch heute nach. NK

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