Kultur : Nationalstiftung für Kultur: Auf den Weg gebracht

Die von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin befürwortete Nationalstiftung für Kultur kommt voran. Am Mittwoch wollte das Bundeskabinett in Berlin grünes Licht für den ersten Etat geben. Nach dem vorliegenden Ansatz soll die Stiftung im kommenden Jahr mit 25 Millionen Mark ausgestattet werden. Der SPD-Politiker Nida-Rümelin hatte dafür zunächst 75 Millionen Mark vorgesehen. Diese Summe soll zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden. Über die Stiftung sollen Einzelprojekte zeitgenössischer Kunst aller Sparten und der internationale Kulturaustausch gefördert werden. Bereits vor der Kabinettsberatung wurde Kritik an dem Stiftungsmodell laut. Der bayerische Kunstminister Hans Zehetmair (CSU) kritisierte die finanzielle Ausstattung als "bescheiden und unzuverlässig". Die Summe könne sich jährlich ändern, aber darauf könne man sich nicht verlassen, sagte Zehetmair im Deutschlandradio. Von der ursprünglichen Summe sei gerade ein Drittel übrig geblieben. Außerdem müsse die Stiftung noch von den Ländern bewilligt werden. Am Dienstag hatten bereits die kultur- und medienpolitischen Vertreter der SPD-regierten Länder die Gründung der Nationalstiftung begrüßt.

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