Kultur : Naumann erhofft sich von Russland-Besuch Klimaverbesserungen

Kulturstaatsminister Michael Naumann erwartet von seinem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Fragen der "Beutekunst" nicht nur eine "Darlegung der zurzeit diametral entgegengesetzten Rechtsstandpunkte, sondern auch vertrauensbildende Maßnahmen von russischer Seite". Das sagte der SPD-Politiker vor seinem Abflug nach Moskau. Am Sonnabend werden Naumann und der Bremer Bürgermeister Henning Scherf eine Kommode und ein Marmormosaik aus dem legendären Bernsteinzimmer an Putin übergeben. Im Gegenzug erhalten sie 101 Kunstwerke, die ein russischer Offizier 1945 in Bremen an sich genommen hatte. "Es geht um Klimaverbesserung, aber auch um konkrete Schritte", erklärte Naumann. Gegenstände wie Nachlässe, Bibliotheken und schriftliche Dokumente, die nicht im eigentlichen Sinne Kunst seien, könnten bei einer großherzigeren Auslegung des Duma-Gesetzes Teile von vertrauensbildenden Maßnahmen sein. "Ich werde Putin auch darlegen, warum die Kulturgüter für uns so wesentlich sind, wie es ja auch umgekehrt ist", sagte Naumann.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben