Naumburger Dom : Zeremonie für neue Rauch-Fenster

Blutrot im Licht: Drei Kirchenfenster nach den Entwürfen des Leipziger Malers Neo Rauch sind im Naumburger Dom der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Rauch-Fenster
Die Glasfenster von Neo Rauch zeigen Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth. -Foto: dpa

Naumburg Etwa 500 geladene Gäste, Gemeindemitglieder und Besucher erlebten die feierliche Zeremonie. Rauch, führender Vertreter der "Neuen Leipziger Schule", stiftete die Entwürfe der drei Fenster in der Elisabeth-Kapelle im Nordwestturm des Doms. Außerdem spendete der international gefragte Künstler Geld für Material und Herstellung. Die Kosten beliefen sich auf rund 15.000 Euro.

Rauch gab sich wortkarg und äußerte sich während der Veranstaltung nicht zu seinem Werk. "Ich hoffe, dass die Menschen, die in die Elisabeth-Kapelle kommen, angeregt werden, nach dem Grund der Bestimmung des eigenen Lebens zu fragen", sagte Dom-Herr Waldemar Schewe.

Die 1,40 Meter hohen und 50 Zentimeter breiten Glasfenster zeigen "symptomatische Episoden" aus dem Leben der Heiligen Elisabeth, sagte der Direktor des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen, Harald Kunde, der ein Freund Rauchs ist. "Seine Darstellungen sind keine Illustrationen, sondern menschliche Sinnbilder." Die Rundbogenfenster sind aus blutrotem, mundgeblasenem Glas, in das die Darstellungen in weiß eingeätzt sind.

Bereits im August dieses Jahres wurden von dem Maler Gerhard Richter gestaltete Fenster im Kölner Dom enthüllt. In der Kölner Pfarrkirche Sankt Andreas sind vor einer Woche zwei Kirchenfenster des Malers Markus Lüpertz der Öffentlichkeit präsentiert worden. (küs/dpa)

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