Kultur : Neue Berlin-Studie: Kultur schafft Geld

ast

Lässt sich mit Kunst Geld verdienen? Diese Frage stellt sich nicht nur dem einzelnen Künstler, sondern auch Städten und Ländern. Ja, die Kultur hat eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für Berlin. Das weist das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung jetzt in einer neuen Studie nach, die im Auftrag der Industrie- und Handelskammer erstellt wurde. Es ist die erste Studie dieser Art seit 1992, wobei damals ausschließlich die öffentlich geförderte Kultur untersucht wurde. Rund 40 000 Menschen sind zurzeit in der Berliner Kulturszene beschäftigt, darunter rund 25 000 bei Theatern und Musikeinrichtungen oder als selbstständige Künstler. Insgesamt setzte die Kultur im Jahr 2000 von 1,6 Milliarden Euro um, was 2,2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Berlins entspricht. Hinzu kommen die mittelbaren Wirkungen durch die Anziehungskraft Berlins als Kulturmetropole. Schätzen lässt sich hier jedoch nur der positive Effekt des Kulturtourismus, durch den rund 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden. Die Attraktivität des Angebots macht die Berliner selbst zu den eifrigsten Kulturnutzern der Republik.

Ein Vergleich mit anderen Großstädten zeigt: Die Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur in Berlin sind eher Mittelmaß. Hier liegt Frankfurt am Main mit 303 Euro an der Spitze, gefolgt von Stuttgart und München. In Berlin wurden 230 Euro pro Einwohner ausgegeben, von denen rund ein Drittel der Bund und zwei Drittel das Land bezahlt.

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