Kultur : Neue Länder: Protest gegen Ende der Kulturförderung

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Der Bund will sein Investitionsprogramm „Kultur in den neuen Ländern“ zum Jahresende auslaufen lassen. Auch das Programm „Dach und Fach“ zur Sanierung von Kirchen und Denkmälern soll beendet werden. Die Ankündigung von Kulturstaatsministerin Christina Weiss löste gestern heftige Proteste der Kulturminister in den neuen Ländern aus. In den vergangenen Jahren hatte der Bund hier zunächst jeweils 30 Millionen Euro ausgegeben, in diesem Jahr noch 23 Millionen Euro. In einer gemeinsamen Erklärung äußerten die Minister Johanna Wanka (Brandenburg), Matthias Rößler (Sachsen), JanHendrik Olbertz (Sachsen-Anhalt) und Dagmar Schipanski (Thüringen) ihr „entschiedenes Unverständnis“. Schließlich habe sich der Bund im Einigungsvertrag verpflichtet, für den Ausgleich teilungsbedingter Folgen Sorge zu tragen. Das solle nun anscheinend nur noch für Berlin und Bonn gelten. Der Nachholbedarf in der kulturellen Infrastruktur sei weiterhin groß. Der Wegfall der bisherigen Förderung habe zur Folge, dass dringend notwendige Sanierungen in Theatern und Museen oder Substanz erhaltende Maßnahmen an Denkmälern und Kirchen nicht weitergeführt werden könnten. dpa

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