Kultur : Neue Schau mit DDR-Kunst in Apolda eröffnet

Nach der umstrittenen Moderne-Schau in Weimar, die am Sonntag geschlossen wurde, ist in Apolda ein erneuter Versuch der Auseinandersetzung mit DDR-Kunst mit dem Titel "Jahresringe" gestartet worden. Er sei nicht angetreten, "um DDR-Kunst weltgeschichtlich zu rehabilitieren", sagte Kurator Matthias Flügge. Er wolle mit den Bildern, Fotos und Plastiken Entwicklungslinien, Traditionen, Konflikte sowie Auf- und Umbruchszeiten aufzeigen. Maßstab sei das einzelne Kunstwerk. In Apolda wird eine fiktive Sammlung eines Kunstliebhabers mit Werken von 1945 bis 1985 gezeigt. Anhand von 52 Künstlern wolle er demonstrieren, dass es unter den weitgehend geschlossenen politischen und ökonomischen Verhältnissen der DDR möglich war, ein reges Kunstleben entstehen zu lassen, sagte Flügge. Die ausgestellten Arbeiten seien symptomatisch für bestimmte Entwicklungs- und Umbruchsituationen im Werk Einzelner, aber auch in der DDR-Kunst.

0 Kommentare

Neuester Kommentar