Neue Weltwunder : Deutsches Desinteresse

Der Organisator der Neuen Sieben Weltwunder, der Schweizer Autor Bernard Weber, hat sich bei seiner Veranstaltung in Lissabon von der Bundesregierung im Stich gelassen gefühlt. Der Grund: Niemand war da.

BerlinDer Organisator der Neuen Sieben Weltwunder, der Schweizer Autor Bernard Weber, hat sich bei seiner Veranstaltung in Lissabon von der Bundesregierung im Stich gelassen gefühlt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe die Verkündung der Neuen Sieben Weltwunder durch seine Abwesenheit sogar in Gefahr gebracht, sagte Weber der Onlineausgabe des Magazins "Vanity Fair".

Als der Protokollführer die Liste der Länder und deren diplomatische Vertretung durchgegangen und für Deutschland niemand da gewesen sei, "wollte er die ganze Veranstaltung abblasen". Noch nicht einmal der deutsche Botschafter ist in Lissabon anwesend gewesen.

Die Neuen Sieben Weltwunder waren am Wochenende im Estádio da Luz in der portugiesischen Hauptstadt verkündet worden. Alle teilnehmenden Länder schickten den Angaben zufolge eine diplomatische Vertretung, nur die deutsche Regierung nicht.

Unter die 20 Finalisten hatte es als einziger deutscher Kandidat Schloss Neuschwanstein geschafft. Das Märchenschloss von König Ludwig II. bei Füssen war bei der Telefon- und Internetabstimmung dann jedoch gescheitert. Vorn lagen die Ruinen von Chichen Itza in Mexiko, die Chinesische Mauer, die Jesus-Statue in Rio de Janeiro, das Kolosseum in Rom, die Inka-Stadt Machu Picchu in Peru, die Felsenstadt Petra in Jordanien und das Mausoleum Taj Mahal in Indien. (mit ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben