Neuer Bully-Film : "Sie wollen mich nicht wirklich im Korsett sehen"

Filmemacher Michael Bully Herbig will nach den Erfahrungen mit seinem neuen Film "Lissi und der wilde Kaiser" das nächste Mal lieber wieder mit echten Menschen drehen.

München - "Das ist de facto mein einziger Animationsfilm, ich glaube, das tu ich mir nicht noch einmal an", sagte er am Dienstagabend in München bei der Vorstellung eines Trailers für den Lissi-Film, der allerdings erst am 25. Oktober in die Kinos kommen soll. Herbigs erster 3D-Animationsfilm ist eine Parodie auf die österreichische Kaiserin Sissi.

Im Mittelpunkt von "Lissi und der wilde Kaiser" steht das überglückliche Kaiserpaar Lissi und Franz, deren heile Welt eines Tages völlig aus der Bahn gerät. Unfreiwillig stürzen sie in ein turbulentes Abenteuer, auf das selbst ihr treuer Freund, der Feldmarschall, nicht vorbereitet war. Herbig und Alfons Biedermann haben das Drehbuch geschrieben, Herbig produziert und führt Regie.

Auch wenn der Streifen nach dreijähriger intensiver Arbeit noch lange nicht fertig ist, bereut Herbig seine Entscheidung für einen Animationsfilm nicht. "Es ist ein sehr schöner Look gelungen und auch die Humorfarbe ist durchaus in der Tradition der anderen beiden Filme", sagte der Filmemacher, der sein neuestes Werk als "Romantic-Action-Drama-Kitsch-Komödie" beschreibt.

Die Bilder aus dem Computer hätten auch Vorteile. Die Präsentation erspart den Zuschauern etwa den Anblick von Herbig als Lissi, so hören sie nur seine Stimme. "Ich gehe auf die 40 zu. Sie wollen mich nicht wirklich in einem engen Korsett sehen, ich glaube, ein Sissi-Film braucht einen gewissen Hauch von Romantik und ich glaube, da kann ich leider nicht mehr mithalten", meinte Herbig, der mit Filmen wie "(T)Raumschiff Surprise" und "Der Schuh des Manitu" erfolgreich war. (tso/dpa/ddp)

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