Kultur : Neuer Konflikt um Dresdens Brücke

Im Streit um die Waldschlösschenbrücke bahnt sich ein neuer Konflikt an. Nach dem durch einen Gerichtsbeschluss geplatzten Baustart erwartet die Stadt Dresden Schadenersatzforderungen von Baufirmen, die sie an das Regierungspräsidium weiterreichen möchte. Das Präsidium schloss jedoch am Freitag eine Beteiligung an den Kosten aus und will den Baustopp per Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht aufheben. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte am Donnerstag den für Montag geplanten Baubeginn für die Elbquerung vorerst ausgesetzt. Das Gericht war damit einem Antrag von drei Naturschutzverbänden gefolgt, die durch den Bau den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Fledermausart Kleine Hufeisennase gefährdet sehen. Dresdens Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) nannte die Gerichtsentscheidung „eine Chance für eine neue Zusammenarbeit der politischen Lager“, während sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) weiter gegen den Brückenbau. Am Montag wird er als Hauptredner auf einer Kundgebung von Dresdner Bürgerinitiativen erwartet. (siehe auch Seite 2)ddp

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