Kultur : Neuer Rückschlag - kein "König der Löwen" im Frankfurter Europa-Viertel

Eins vor, zwei zurück: Kurz, nachdem der Musical-Konzern Stella bekanntgab, er plane für Berlin zwei bis drei weitere Musicals und damit einen "kontinentalen Broadway" zwischen dem "Phantom der Oper" in Hamburg und dem "Glöckner von Notre Dame" am Potsdamer Platz, muss er einen neuen Rückschlag hinnehmen. Das am Frankfurter Messeviertel geplante Unterhaltungs-Center "Europa-Viertel" wird ohne das Disney-Musical "König der Löwen" starten. Die sich im Insolvenzverfahren befindliche Stella AG wollte dort in zwei oder drei Jahren dessen Europa-Premiere herausbringen. Die Eisenbahnimmobilien Management GmbH, einer der Investoren des 1,5 Milliarden Mark teuren Projekts, zieht sich von dem angeschlagenen Konzern zurück, da die Frankfurter Produktion nicht gewährleistet sei. Die Idee eines Musicals mit einer Laufzeit von zehn Jahren ist den Investoren zufolge ohnehin überholt. Es wird bereits nach einem Ersatzangebot gesucht: kein Musical, sondern eine Reihe von verschiedenen Theaterstücken und Varieté-Abenden. Die Entscheidung gegen die Stella-Produktion wird außerdem Folgen für die Bauplanung nach sich ziehen. Anstelle eines Musical-Theaters ist nun die Einrichtung von zwei kleineren Bühnenhäusern im Gespräch.

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