Nicht alles NS-Raubkunst : Kunstsammler Cornelius Gurlitt soll Bilder zurückerhalten

Der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt soll einen Teil seiner beschlagnahmten Sammlung bald wieder sein Eigen nennen dürfen. Alle Werke, die zweifelsfrei keine NS-Raubkunst sind, will ihm die Augsburger Staatsanwaltschaft schnellstmöglich zurückgeben.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg will dem Kunstsammler Cornelius Gurlitt zahlreiche Bilder so schnell wie möglich zurückgeben. Dabei geht es um Kunstwerke, die nicht im Verdacht stehen, NS-Raubkunst zu sein und „zweifelsfrei im Eigentum des Beschuldigten stehen“. Diese sollen ihm „unverzüglich zur Rücknahme angeboten werden“, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz am Dienstag mit. Er forderte die eingesetzte Taskforce auf, die die Herkunft der Bilder ermitteln soll, ihm entsprechende Informationen zukommen zu lassen.

Nach Angaben des bayerischen Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen im bayerischen Landtag müssen rund 970 Werke von Experten überprüft werden. Bei dem Rest handle es sich um Bilder, die „eindeutig keinen Bezug zur sog. «Entarteten Kunst« oder «NS-Raubkunst« haben“.

Mehrere hundert Bilder würden dem Kunsthändlersohn Gurlitt demnach zu Recht gehören. In einem am Wochenende veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hatte Gurlitt gesagt, er wolle alle Bilder behalten: „Freiwillig gebe ich nichts zurück.“ (dpa)

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