Kultur : Nina Hoss wird Jurorin beim Kerr-Preis

Die Schauspielerin Nina Hoss wird beim 49. Berliner Theatertreffen im kommenden Mai den Alfred-Kerr-Darstellerpreis für den besten/die beste Nachwuchsschauspieler/in in einer der zehn ausgewählten Aufführungen vergeben. Als alleiniger Juror entscheidet traditionell ein herausragender Akteur. Kerr-Preis-Juroren der letzten Jahre waren Elisabeth Trissenaar, Ulrich Matthes, Martin Wuttke, Martina Gedeck, Gerd Wameling, Jutta Lampe, Bruno Ganz und 2011 Eva Mattes. Zu den Preisträgern zählten Johanna Wokalek, August Diehl, Fritzi Haberlandt, Devid Striesow, Kathleen Morgeneyer und zuletzt Lina Beckmann.

Nina Hoss ist mit 36 Jahren die bisher jüngste Kerr-Jurorin. Sie ist seit 2001 Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin, wo sie in zahlreichen großen Rollen zu sehen war; sie hat mit Regisseuren wie Einar Schleef, Robert Wilson, Luc Bondy, Michael Thalheimer, Martin Kusej und Stephan Kimmig zusammengearbeitet. Erst kürzlich hatte sie als Hauptdarstellerin in Kimmigs Inszenierung von Anton Tschechows „Kirschgarten“ Premiere. 2007 erhielt Nina Hoss bei der Berlinale den Silbernen Bären als beste Darstellerin in Christian Petzolds „Yella“, in diesem Jahr beeindruckte sie als Titelheldin von Petzolds mit dem Berlinale-Regiepreis bedachten Film „Barbara“, der diese Woche in die Kinos kommt. Der zusammen mit dem Tagesspiegel initiierte Kerr-Darstellerpreis, benannt nach dem einst von der NS-Diktatur vertriebenen Theaterkritiker Alfred Kerr, wird zum Abschluss des Theatertreffens am 20. Mai im Berliner Festspielhaus übergeben. Tsp

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