Kultur : Nobler Geist: Schlösser-Direktor Martin Sperlich tot

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Beim Wiederaufbau des Schlosses Charlottenburg oder der Restaurierung des Schlossparks von Glienicke wirkte Martin Sperlich als ein prägender Kopf des Berliner Westens. Von 1969 bis 1984 war der in Ostpreußen geborene Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten, ein Mann mit weitgespannter Bildung und Temperament. Über die damaligen Grenzen hinweg hielt er engen Kontakt mit den Kollegen in Potsdam. Seit 1973 lehrte er Gartenkunst – der seine Neigung nach dem Wiederaufbau des Charlottenburger Schlosses galt – an der Freien Universität. Auch poetisch begabt, reimte Sperlich über sich selbst: „Also bin ich Nestor/(fast so viel wie ein Investor)/bald rieselt Kalk/vom Katafalk...“ – Nun ist er am Donnerstag im Alter von 84 Jahren in Berlin gestorben. Tsp

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