• NOCH EINE PREMIERE: „SCHNITTSTELLE FIGARO“: NOCH EINE PREMIERE: „SCHNITTSTELLE FIGARO“

NOCH EINE PREMIERE: „SCHNITTSTELLE FIGARO“ : NOCH EINE PREMIERE: „SCHNITTSTELLE FIGARO“

Figaro singt zwar nicht in der Werkstatt des Schiller Theaters – dafür macht er dem Publikum die Haare. Im ersten Akt von „Schnittstelle Figaro“, einer Kooperation der Staatsoper mit der Ideenschmiede „Post Theater“, formieren sich je ein Zuschauer und einer der 48 angehenden Friseure zu Kleinst-Ensembles, um zu zweit klassische Figaro-Szenen zu zelebrieren: Gespräche bei der Arbeit an den Haaren. Wandelnd zwischen den Frisierzellen trägt der Chor der Staatsoper derweil wacker Stücke aus Mozarts „Le Nozze di Figaro“ vor.

Die Nachwuchsfigaros lernen ihren Beruf am „Oberstufenzentrum Körperpflege“ gleich neben dem Schiller Theater. Da liegt es nahe, diese Schnittstelle zweier Charlottenburger Institutionen zu entdecken. Nach dem intimen Erlebnis in der Frisierzellen wird der städtische Raum in die Handlung integriert. Auf einem Spaziergang über den Theaterhof zur Schule erzählen die Schauspieler Alexander Schröder und Peter Trabner historische Anekdoten, die sie humorvoll mit Lokalfolklore anreichern.

Belangloses steht neben Bemerkenswertem, wie zuvor schon beim Smalltalk in den Figaro-Kabinetten. Die Tragweite der Theaterbegegnung wird erst zu Hause vor dem Spiegel sichtbar, beim Blick auf die neue Frisur (wieder am heutigen 19., vom 22. bis 24. sowie am 26. und 27. Oktober). Bojan Krstulovic

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben