• Nordrhein-Westfalen errichtet "kulturelle Gründerzentren" für den Weg in die sichere Existenz

Kultur : Nordrhein-Westfalen errichtet "kulturelle Gründerzentren" für den Weg in die sichere Existenz

Mit "kulturellen Gründerzentren" will das Land Nordrhein-Westfalen künftig den "Kulturschaffenden" an Rhein und Ruhr zu einer sicheren Existenz verhelfen. Noch in diesem Jahr werde bundesweit erstmals diese Initiative starten, die Künstlern fachlich und finanziell den Weg in eine freiberufliche Tätigkeit ebnen soll. Das kündigte NRW-Kulturministerin Ilse Brusis am Donnerstag in Düsseldorf während einer Tagung zur Beschäftigungsförderung durch Kultur an. Gemeinsam mit anderen Ressorts sollten zunächst Möglichkeiten und Schwierigkeiten der "kulturellen Gründerzentren" analysiert werden. Solche Einrichtungen könnten auch dazu beitragen, Freizeit- und Kulturaktivitäten in den Städten miteinander stärker zu vernetzen und der Kultur "neue Märkte" zu erschließen. Allerdings müssen Kunst und Kultur nach Ansicht der SPD-Politikerin auch weiterhin durch die Öffentliche Hand finanziert und davor geschützt werden, mit dem dauernden "Blick auf den Zeitgeist" und die wirtschaftliche Verwertbarkeit beurteilt zu werden. Von den rund einer Million Menschen, die in der Wachstumsbranche der "Kulturindustrie" bundesweit tätig seien, arbeiteten über 255 000 in Nordrhein-Westfalen. Selbstständig künstlerisch oder publizistisch Tätige haben nach Angaben der Ministerin in Deutschland statistisch nur ein Jahreseinkommen von unter 20 000 Mark.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben