Kultur : Nostalgisch

Globes für „The Artist“, Clooney und Streep.

Wenn die Golden Globes verkündet werden, ist endgültig Oscar-Saison. Denn die von der US-Auslandspresse vergebenen Preise sind traditionell ein Seismograf für Oscar-Chancen. 2012 gibt’s eine wilde Mischung: „The Artist“, der Stummfilm des Franzosen Michel Hazanavicius über das Ende der Stummfilmzeit (deutscher Start: 26.1.), gewann in den Kategorien Komödie, Komödien-Darsteller (Jean Dujardin) und Musik. Ob internationale Filme ohne Dialog das Zeug zum Siegeszug auch bei den Oscars haben? George Clooney im Hawaii-Hemd wurde als bester DramaDarsteller für Alexander Paynes ebenfalls ausgezeichnete Familienstory „The Descendants“ (Start ebenfalls 26.1.) geehrt. Dujardin, Clooney und deren stärkster Konkurrent Michael Fassbender in „Shame“: Das wird ein knappes Rennen bei der Oscar-Gala am 26. Februar. Bei den Frauen gewann Meryl Streep als Maggie Thatcher in „Die eiserne Lady“ ihren achten Globe, Steven Spielberg wurde für seinen Zeichentrickfilm „Die Abenteuer von Tim und Struppi“, Woody Allen für das Drehbuch von „Midnight in Paris“ geehrt. Den Auslands-Globe erhielt der iranische Berlinale-Sieger „Nader und Simin“. Bester Regisseur wurde Martin Scorsese mit seinem 3-D-Märchen „Hugo Cabret“ – wie „The Artist“ eine Hommage an die Anfänge des Kinos. In der Preissaison 2012 ist Nostalgie offenbar Trumpf. Tsp

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